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News CVJM Liedolsheim

Täglicher Impuls

25.03.2020

 

Spuren hinterlassen

 

(Zum Weiterdenken in Bezug auf gestern (s. unten)...)
Wollen wir nicht auch überall Spuren hinterlassen? Ob wir jetzt Bilder auf Instagram von uns veröffentlichen, oder uns irgendwo einbringen, nur um gesehen zu werden, oder wenn wir reisen, um andere Orte kennen zu lernen. Dort hinterlassen wir auch immer einen Fußabdruck. Wir finden Freunde dort, oder tragen dazu bei, dass die Natur wegen uns zerstört wird, zum Beispiel um Hotels zu bauen, in denen wir dann wohnen können. Oder wir streiten mit unseren Mitmenschen. Dann hinterlassen wir Hass, Trauer und Wut. Durch Streit zerstören wir unsere Beziehungen und machen andere Menschen kaputt und krank. Und wenn wir dann, wütend wie wir sind, mit anderen Menschen in Kontakt kommen, verbreiten wir diese Wut und den Hass nur weiter. Verbreiten ihn und hinterlassen unsere Spuren in anderen Menschen, meistens ohne, dass wir es wissen.
Sind wir also so viel besser als ein Virus?
Vielleicht sollten wir uns einfach mal bewusst machen, wo wir unsere Spuren hinterlassen. Wo hinterlässt du Freude aber auch Zerstörung? Wo hast du mal unbewusst oder auch bewusst deine Mitmenschen verletzt? Und auch die Erde, die unser Wirt ist, ohne die wir nicht leben könnten, zerstören wir so oft bewusst, aber auch unbewusst. Ob wir jetzt in den Urlaub fliegen oder einfach mal nur kurz mit dem Auto zum Einkaufen fahren. Es schadet ihr. Aber zur Zeit machen wir uns viel zu viele Gedanken, was Trump als nächstes tun wird, oder wie mach die Flüchtlinge unterbringen kann, oder ob man sie nicht doch lieber vertreiben sollte, oder ob die Schüler weiter ihren Schulalltag fortführen sollen und ob das Abitur geschrieben werden soll. Aber eigentlich sollten wir uns doch eher Gedanken darüber machen, wie wir die Welt retten können, oder wie wir Streit klären können und unseren Mitmenschen Gutes tun können. Denn Gott möchte, dass wir ein Teil seines Reiches schon auf die Erde niederbringen. Er möchte Gerechtigkeit und Frieden, er möchte liebe, wie es in seinen Geboten steht. In Jesaja 1:17 steht: „Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, leitet den Bedrückten; schafft Recht der Waise, führet der Witwe Sache!“ [ELB].
Mach dir jetzt also mal ganz bewusst wo du schlechtes getan hast, wo du Zerstörung gebracht hast. Aber mach dir auch Bewusst, wo du schon Gutes getan hast und wo du Gutes tun kannst.
Gott hat die Welt für uns geschaffen, also werden wir das auch in seinem Namen zeigen.

- Melanie Dengel aus Graben-Neudorf

 

25-3-2020

 

Hallo,
Ich heiße Covid-19 und bin ein Virus, der gerade auf der Erde lebt.

Meinen Namen haben mir die Menschen gegeben, eine Spezies, die die Erde bewohnt. Ich gehöre zur Familie der Coronaviridae und bin 2019 das erste Mal in meiner Form auf die Erde gekommen. Mittlerweile habe ich mich über die ganze Welt verbreitet. Hier zu leben ist für mich richtig gut, da es hier viele Menschen gibt. Ohne den Menschen würde ich aussterben, denn der Mensch ist mein Wirt. Er ernährt mich und durch ihn kann ich mich weiterverbreiten. Doch leider löse ich, wie die meisten Viren, Krankheiten im Menschen aus, die dann auch zum Tod führen können. Doch die meisten Menschen mache ich einfach nur krank. Wenn sie dann zum Beispiel Kontakt miteinander haben, kann ich auf andere von dieser Spezies übergreifen. So schaffe ich es immer weiter zu wachsen und bald überall auf der Welt zu leben.
Doch es gibt jemand, der etwas gegen mich ausrichten kann. Die Menschen nennen ihn GOTT. Er kann mich vernichten und auf die Menschen aufpassen. Durch ihn werde ich es wahrscheinlich nie schaffen, die Welt zu erobern und sie zu besitzen. Ich glaube, dass dieser Gott mich vorher vernichten wird, weil die Menschen sich sicher sind, dass er auf sie aufpasst. Viele Menschen, die ich schon krank gemacht habe, hat er wieder gesund gemacht.

 

"Und ich errichte meinen Bund mit euch; und nicht mehr soll alles Fleisch ausgerottet werden durch die Wasser der Flut, und keine Flut soll mehr sein, die Erde zu verderben. Und Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und jeder lebendigen Seele, die bei euch ist, auf ewige Geschlechter hin: Meinen Bogen setze ich in die Wolken, und er soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde. Und es wird geschehen, wenn ich Wolken über die Erde führe, so soll der Bogen in den Wolken erscheinen, und ich werde meines Bundes gedenken, der zwischen mir und euch ist und jedem lebendigen Wesen, von allem Fleische; und nicht mehr sollen die Wasser zu einer Flut werden, alles Fleisch zu verderben. Und der Bogen wird in den Wolken sein; und ich werde ihn ansehen, um zu gedenken des ewigen Bundes zwischen Gott und jedem lebendigen Wesen von allem Fleische, das auf Erden ist. Und Gott sprach zu Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich errichtet habe zwischen mir und allem Fleische, das auf Erden ist." ( 1. Mose 9,11-17 | ELB)
 

 

Und immer, wenn ich auf schaue und den Regenbogen erblicke weiß ich, dass du da bist und mich behütest. Und ich weiß, dass du auf uns acht geben wirst und uns vor dem größten Unheil beschützen wirst, denn du hast versprochen, uns nicht wieder auszurotten.

 

-Melanie Dengel aus Graben-Neudorf

 

 

 

24.3.2020

 

„Der ganz-normale Alltag ist Glück“.

 

Diesen Satz habe ich in den vergangenen Jahren öfters zitiert. Der Gedanke hat sich gerade in Zeiten in mir breit gemacht, in denen entweder Schmerzen, Beeinträchtigungen, Verzicht den Alltag irgendwie bestimmten. Ja - den „ganz-normalen Alltag“ – den gibt es gerade nirgends. Weder im Privaten, noch in unserem Dorf, im Land, in Europa, nicht auf dieser Erde. Wer hätte sich das noch vor wenigen Wochen vorstellen können??? Wie oft habe ich in diesen Tagen gehört: „Das ist doch alles irgendwie unwirklich, wie ein böser Traum, surreal. Corona hat das Leben in Null-Komma-Nix auf dieser Erde verändert. Wie sagte gestern jemand zu mir: „Haben wir das gebraucht, um alles anzuhalten?“ Ja, auch das wird es sein. Und mehr. Ich habe viele Gedanken dazu. Aber ich versuche auch, meine eigenen Deutungs-Versuche nicht zu laut zu äußern. Zu schnell neigen wir dazu, alles zu wissen oder schlimmer: alles besser zu wissen. Wir können Gott „nicht in die Karten schauen“, wenn gleich wir SEIN WORT haben, und ER darin zu uns spricht. Der Vers in Jesaja 55 kommt mir dieser Tage öfters in den Sinn: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Das verbietet mir alle Rechthaberei, die sich ganz schnell – auch bei mir – breit machen will. Das „rückt“ gerade...das zeigt auf: ER ist Gott; ER weiß! Nicht ich, nicht wir. Aber wir dürfen bitten. Wir dürfen uns diesem Gott an-befehlen. Gerade jetzt. Gerade jetzt, wo nichts mehr ist wie es grad noch war. Ob ich das schaffe? Ich wünsche es mir, für mich, meine Lieben, unser Dorf, unser Land, unser Europa, unsere Welt.

 

Evelyn Oberacker