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Monatsspruch August 2021

Neige Herr, dein Ohr und höre! Tu deine Augen auf und sieh her! (2.Kö, 19,16)


Was ist das für ein Vertrauen, das du da hast? Meinst du, bloße Worte seien schon Rat und Macht zum Kämpfen? Auf wen verlässt du dich denn, dass du von mir abtrünnig geworden bist? (2.Kö,18,19).


Mit diesen Worten versucht König Sanherib von Assyrien, König Hiskia von Juda einzuschüchtern. Er steht im Jahr 701 v.Chr. mit einer riesigen militärischen Übermacht vor den Toren Jerusalems und droht es zu vernichten. Sanherib als Heide kann Gottvertrauen nur in Verbindung mit Vertrauen auf menschliche Macht verstehen. Auch die Geistesmacht des Wortes kennt er nur in Verbindung mit Waffengewalt. Hiskia vertraute auf Gott in unvergleichlicher Weise. Er suchte Auswege nur bei Gott. Sein Vertrauen war zugleich Gehorsam. So war Gott mit ihm und hat die Zerstörung Jerusalems durch Sanherib schon zu dieser Zeit verhindert.


Wir stehen im Laufe unseres Lebens immer wieder vor Entscheidungen, zu denen Vertrauen erforderlich ist. Vertrauen zu Menschen oder in Dinge.


Woher kommt denn dieses geistig-seelische Phänomen?


Einmal und zuallererst durch die Verlässlichkeit von Eltern. Dadurch wird in der Kindheit ein Grundvertrauen zu den Eltern und auch zu anderen Menschen erworben. Ein Grundvertrauen in das Leben, in das Sein und wenn das Kind in eine Beziehung zu Gott begleitet wird, auch zu ihm.


Du kannst Vertrauen aber auch später im Leben erlernen. Dazu braucht es gute Erfahrungen mit anderen Menschen, auf die du dich verlassen kannst und du musst selbst jemand sein, dem andere Menschen Vertrauen schenken wollen und können. Wenn du den Menschen mißtrauisch gegenübertrittst, werden sie dir nicht mit Vertrauen antworten und du wirst einsam bleiben.


Vertrauen zu erlernen braucht Zeit und Geduld für das Wachstum und das Risiko, enttäuscht zu werden, ist stets mit dabei. Wenn du mit der Zeit ein starkes Gottvertrauen erworben hast , so wird dich dieses bei Enttäuschungen davor bewahren, ein misstrauischer und damit einsamer Mensch zu werden, denn Vertrauen ist der Anfang von Allem, Misstrauen aber stets der Anfang vom Ende.

Hermann Schwaiger