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Monatsspruch September 21

 

 

„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel.“ Hag 1,6

 

Als ich diesen Monatsspruch das erste Mal las, hatte ich sofort eine ganz bestimmte Zeit in meinem Leben im Kopf von der ich Euch erzählen möchte.

Die Zeit um das Abitur herum war sehr intensiv, anstrengend, kräftezehrend, herausfordernd, wunderschön aber auch erschöpfend. Intensives Vorbereiten auf die Klausuren, ständiges Lernen, das Schreiben der Abiturprüfungen, das Nachdenken über die bevorstehende Zukunft, das Vorbereiten der Abschlussfeier, all das hinterließ in meinem Körper, Geist und Seele Spuren. Es war eine rundum tolle aber auch eben sehr anstrengende Zeit.

So freute ich mich natürlich danach auf lange Ferien. Aufatmen, auftanken, relaxen, Freiheit spüren, nichts tun, ausschlafen, Freunde treffen, reiten, joggen, Bücher lesen, das waren meine Pläne. Und ich verwirklichte tatsächliche viele davon.

Ich tat etwas für meinen Körper, gönnte ihm mehr Schlaf, viel Bewegung beim Joggen und Reiten, feierte mit Freunden den Sommer, gönnte mir Ruhe, verbrachte Zeit mit der Familie und verschlang viele Bücher in der Sonne. Aber dennoch merkte ich, dass etwas fehlte. Diese innere Ruhe nach der ich mich so sehnte, die ich versuchte durch verschiedene Aktivitäten zu stillen, wollte einfach nicht einkehren.

Als ich mit genau diesem Punkt zu Gott kam, merkte ich den inneren Frieden, die Zufriedenheit, die Gelassenheit, das Glück, seine vollkommende Liebe. Er sprach ganz deutlich zu mir: Christiane komm zu mir, es kann dir niemand diesen inneren Frieden geben, außer ich. Du musst dafür nichts tun, außer zu mir zu kommen. Ich bin da. Kein Ausgleich, kein Buch, kein Sport, keine Zeit mit Freunden, nichts kann die Leere und den Frieden in dir stillen, außer ich.

 

Und genau an diesen heiligen Moment, an diesen Fingerzeig Gottes, erinnert mich der September-Vers: „Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel.“

 

Gott legte mir diese Verbindung, diesen Transfer „Abizeit-Monatsspruch“ ganz deutlich auf das Herz. Es wird immer wieder Momente in unserem Leben geben, in denen wir vergessen zu ihm zu kommen. Wir merken: wir säen aber es bleibt nichts übrig, wir essen, aber der Hunger bleibt ungestillt, wir decken uns zu, frösteln aber dennoch, verdienen Geld, aber es schwindet dahin, wir versuchen unserem Körper Ruhe zu geben, aber suchen die Ruhe nicht in Gott, versuchen Frieden zu stiften, aber suchen den Frieden nicht in Gott.

Daher möchte ich mit euch diesen Gedanken teilen. Ich möchte zu Gott kommen und er möchte mir diesen inneren Frieden geben, der durch nichts auf der Welt gestillt werden kann. Diese Erfahrung habe ich gemacht und möchte ich weitergeben. 

Herzliche Grüße

Christiane Lukas